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LSI PCI Express Solid-State Drives (SSD)


LSI WarpDrive SLP-300
LSI WarpDrive SLP-300
Iometer Bildschirm mit Anzeige von 242268.59 IOs
Iometer mit 4KB seq. 100% Read, 64 outstanding IOs; Testsystem mit 1x Intel X5680 CPU, 24GB DDR3 RAM, Intel 5520 Chipsatz; Microsoft Windows 2008 R2; LSI WarpDrive SLP-300 (FW 120.00.00.00, Treiber 2.10.42)

LSI bietet mit dem WarpDrive SLP-300 eine PCIe-Karte zur Beschleunigung von Speicherzugriffen. Das WarpDrive verfügt über 6 Flash-Module, die zusammen 300GB Speicherkapazität bereitstellen. Durch die Architektur der Karte sind beeindruckende Leistungsdaten möglich: bis zu 240.000 IO/s und bis zu 1.400 MB/s.

Das Betriebssystem kann das WarpDrive wie eine „übliche“ Festplatte benutzen und davon Booten. Treiber für verschiedene Windows Versionen und Linux Distributionen sind bereits verfügbar.

Das LSI WarpDrive ist für sämtliche „klassischen“ IO-intensiven Anwendungen geeignet, beispielsweise:

  • Data Warehousing und Data Mining (z.B. SAP, Oracle)
  • Web Server (z.B. Apache Tomcat)
  • High-Performance Computing (z.B. Red Hat HPC)

Ein potenzielles Einsatzgebiet ist allerdings auch in der Desktop- und Servervirtualisierung zu sehen.

VMwares Virtual Desktop Infrastructure (VDI) gilt dabei als besonders IO-intensiv. Die hohen IO-Anforderungen können sonst nur über eine hohe Anzahl an Festplatten (= Spindeln) bedient werden.

Mit VMwares vSphere 5.0 bietet sich auch bei der Servervirtualisierung der Einsatz des WarpDrives an. Der Anwender hat mit der „SSD Swap Cache“-Funktion die Möglichkeit, das Auslagern von Pages der VMs so zu beeinflussen, dass neben dem RAM direkt schnelle SSDs verwendet werden, anstelle den bisher üblichen Festplatten.

Im Storage Bereich profitieren hauptsächlich Speichervirtualisierer mit Tiered-Storage-Funktion von den extremen IO-Werten. Das WarpDrive kann als Lese- bzw. Schreibcache verwenden.

Gängige Lösungen sind:

  • FalconStor Network Storage Server (HotZone, SafeCache)
  • DataCore SANsymphony
  • Nexenta NexentaStor (ZFS ZIL/L2ARC)

Mit bis zu 240.000 IO/s erzielt das WarpDrive vergleichbare Transaktionswerte im Vergleich mit:

  • etwa 1.400x 15k U/min SAS-Festplatten  (Seagate Cheetah 15K.7 450GB)
  • etwa 3.240x 7.2k U/min SATA-Festplatten (Seagate Barracuda ES.2 1TB)

Rechnet man noch die Kosten für Racks, Storage-Systeme, Stromverbrauch und Wartung hinzu, dürfte sich der Einsatz des WarpDrives schnell amortisieren.

LSI PCIe Solid-State Drives (SSDs)


Modell Kapazität Interface Bandbreite Cell Typ
Sustained Reads
WarpDrive SLP-300 300GB PCIe 2.0 LP bis zu 1.400MB/s SLC
Hinweis: SLC = Single Level Cell, MLC = Multi Level Cell