Open-E JovianDSS Proxmox Plugin

Dieses Storage-Plugin hilft Hardware-Kosten sparen.

 

Starline legt dazu übrigens im November ein Webinar auf. Anmeldung unten 👇

Open-E integriert sein ZFS-basierte Storage-System JovianDSS über ein Plugin in Proxmox VE – inklusive eigener iSCSI- und NFS-Varianten. So lassen sich klassische Schwachstellen der Open-Source-Virtualisierung wie etwa teure Hochverfügbarkeits-Cluster und ineffiziente Speicheranbindung gezielt adressieren.

Proxmox VE verlangt für echte Hochverfügbarkeit klassischerweise drei gleich leistungsstarke Nodes. Das geht in diesen Zeiten ins Geld und ist darüber hinaus wenig effizient. Genau hier setzt das neue Open-E JovianDSS Plugin an: Es liefert eine externe, ZFS-basierte Storage-Schicht, die Rechenleistung und Datenhaltung entkoppelt und bringt Proxmox VE nebenbei noch Thin Provisioning bei.

Eine 2+1-Architektur

Im Detail reduziert sich der Aufwand von ursprünglich drei High-End-Nodes auf zwei leistungsstarke Cluster-Knoten. Ein dritter, günstigerer Standard-Server, kann beispielsweise das Quorum oder die Backups übernehmen. Der Clou: Dieser dritte Knoten bietet das höchste Einsparpotential. Er kann quasi auf einer beliebigen Linux-Maschine laufen und benötigt auch keine JovianDSS-Lizenz.

Laut Open-E lassen sich dadurch bis zu einem Fünftel der Gesamtkosten einsparen, ohne bei Ausfallsicherheit oder Split-Brain Kompromisse einzugehen – ein Aspekt, der besonders für KMU und MSPs mit begrenztem Hardwarebudget relevant ist.

Optimierte „Lean HA 2+1“-Clusterarchitektur

proxmox_iscsi
Sie können Ihren Produktionscluster auf zwei Hochleistungsknoten betreiben und einen dritten, kostengünstigen Knoten (mit handelsüblicher Standardhardware) sowohl für das Quorum als auch für dedizierte Backups nutzen.

Zwei Protokolle, zwei Plugins

Open-E hat zwei Plugins für iSCSI und NFS in Petto, je nach Anwendungsfall:

  • iSCSI-Plugin: Setzt auf vollständiges Auto-Multipathing, das mehrere physische I/O-Pfade zu einem logischen Gerät bündelt und so Single Points of Failure im Netzwerk eliminiert. Zielverwaltung (Targets) läuft automatisiert – Zuweisung und Trennung pro VM erfolgen ohne Anwendereingriffe. Jede VM beziehungsweise jeder Container erhält dabei ein eigenes JovianDSS-Volume mit dediziertem Target. So ist eine granulare Snapshot- und Rollback-Kontrolle nach dem Prinzip von VVOLs möglich.
     
  • NFS-Plugin: Hier verzichtet Open-E auf die sonst übliche QCOW2-Image-Schicht und arbeitet stattdessen direkt auf den ZFS-Datasets. So wird der Overhead reduziert und Snapshots, Klone und Rollbacks beschleunigt, die das System nativ auf ZFS-Ebene ausführt. VM-Images, Container-Root-Verzeichnisse und ISO-Dateien liegen dabei gemeinsam in einem zentralen, per NFS exportierten Dataset.

Für wen lohnt sich das?

Interessant für alle, die Proxmox VE produktiv einsetzen. Das Plugin behebt schließlich zwei typische Schwachstellen – die Kosten für "echte" HA-Cluster und die Performance-Nachteile klassischer, dateibasierter Storage-Backends. 

Open-E trifft Proxmox VE

Die Plugins stehen kostenlos auf GitHub bereit, Setup-Dokumentation gibt es separat für iSCSI und NFS. Zur Protokollwahl: iSCSI eignet sich für Multipath-Redundanz auf Blockebene, NFS trumpft durch direkte ZFS-Integration und geringeren Aufwand bei Dateisystem-Snapshots auf.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Melden Sie sich zu unserem Webinar an. 

Wann? Mittwoch, 18. November 2026, 10:30 - 11:30 Uhr

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