Nahezu jede Woche werden neue gestohlene Datensätze von verschiedenen Anbietern bekannt. Zudem wird die Menge an gesammelten Daten durch Social Media Plattformen und verschiedensten anderen Services mit jeder Minute größer.
Was mit einem PiHole zum Blockieren von Werbung begann, wurde bei mir bald zu einer Flut an selbstgehosteten Services. Immer mehr dieser OpenSource Alternativen lösten Angebote der großen Tech-Giganten in meinem privaten Universum ab. Zusammen mit der eigenen Domain und dem Anwachsen des Clusters auf 4 Nodes habe ich auch genügend Rechenpower für noch weitere Container und VMs bereitgestellt.
Ein letztes großes Bollwerk waren E-Mail-Adressen bei Google sowie der Google-Account zum einfachen Login bei einer Menge an Services. Nach dem langwierigen Umstellen auf Proton Mail und deren Aliase mittels SimpleLogin wurde jedoch auch diese Hürde bewältigt. Der Google Account konnte mit dem Aufsetzen von Invidious dann ebenfalls noch weichen.
Mittels SimpleLogin lassen sich anonymisierte E-Mail-Adressen für jeden Login/Service erstellen welche nach Belieben deaktiviert oder gelöscht werden können, dabei kann sogar von diesen Aliasen geantwortet werden und zwar aus der E-Mail-Inbox des Accounts heraus.
Zugegeben: Es war auch eine aufwändige Reise durch Foren, Reddit Kommentare und Stack-Exchange Fragen, bei mal wieder nicht funktionierender Software oder wiederkehrenden Error 404 aus dem Nichts heraus. Aber ich habe es hinbekommen.
Abschließend ist auch zu vermerken, dass durch dieses nicht enden wollende Abenteuer eine viel höhere Sensibilität für geteilte Daten entstanden ist. „Das Internet vergisst nie!“ wird hier einmal mehr schmerzlich bewusst. Was zu Beginn ein harmloses Übel an gesammelten Daten war, wird heutzutage im Zeitalter der KI schnell zu Trainingsdaten für die nächste Generation Chatbots.
Als Ausblick für die Zukunft wird noch weitere Software folgen. So ist eine Einführung eines VPN Servers auf OpenSense geplant sowie eine Pangolin Instanz als Reverse Proxy für den externen Zugriff diverser Services.
Mal sehen, wohin mich das Projekt noch treibt.