Virtuelle Server – viel Leistung aus vorhandener Hardware

Server Virtualisierung Übersicht

Pro einzelner Aufgabe einen eigenen pysischen Server zu betreiben ist heutzutage ineffizient und vergleichsweise teuer. Wer stattdessen virtuelle Maschinen auf wenigen leistungsstarken Servern einsetzt, ist dagegen flexibler und verwaltet zudem seine IT wesentlich komfortabler.

Vereinfacht ausgedrückt trennt Server-Virtualisierung die Software vom physischen Gerät. Sie können damit also auf einem einzigen Server dutzende voneinander unabhängige Systeme gleichzeitig betreiben. So können Sie etwa einen Mailserver, einen Webserver, das Warenwirtschaftssystem oder die Firmendatenbank unabhänig voneinander auf einem einzigen Rechner laufen lassen. Fällt ein physischer Server aus, lassen sich die virtuellen Systeme auf einen anderen Server verschieben, ohne dass Daten verloren gehen oder der Betrieb zum Erliegen kommt. 

Welche Plattform am besten zu Ihnen passt, hängt von der Unternehmensgröße, vorhandener Infrastruktur, Budget und internem Know-how ab. Hier die vier etabliertesten Ansätze aus unserem Portfolio im Überblick.

Proxmox VE

Server Virtualisierung mit Proxmox VE ScaleOut Cluster mit dezidierten Backend Switch für Datenmanagement
Proxmox VE ScaleOut Cluster mit dezidierten Backend Switch für das Datenmanagement.

Proxmox VE ist eine Open-Source-Plattform, auf der mehrere virtuelle Server gleichzeitig laufen können. Jeder virtuelle Server verhält sich dabei wie ein eigenständiger Rechner mit eigenem Betriebssystem. Ceph ergänzt das System dazu um einen gemeinsamen Speicherbereich: Alle physischen Server greifen dann auf denselben Datenpool zu. Fällt ein Server aus, übernehmen die anderen automatisch – die Daten liegen in dem Fall bereits verteilt auf allen andern Knoten. 

Da Proxmox quelloffen ist, fallen keine Lizenzkosten an. Das macht die Kombination besonders für kostenorientierte Unternehmen attraktiv, die trotzdem auf professionelle Funktionen wie Software-Support, Live-Migration oder Hochverfügbarkeit nicht verzichten wollen. Starline ist zertifizierter Proxmox Gold Partner und liefert fertig konfigurierte Hardware-Pakete und supportet sie.

VMware vSphere

Server Virtualisierung VMware vSphere Cluster Konfiguration - automatischer Failover mit shared Storage
VMware vSphere Cluster Konfiguration mit Knoten ohne eigenen Datenspeicher - automatischer Failover mit shared Storage.

VMware vSphere gilt seit Jahren als Platzhirsch in Punkto Server-Virtualisierung. Auf jedem physischen Server läuft eine schlanke Steuerungsschicht namens ESXi – auch Hypervisor genannt. Er verwaltet mehrere virtuelle Maschinen. Ein zentrales Verwaltungsprogramm – der vCenter Server – überwacht alle Hosts gleichzeitig und ermöglicht das Verschieben laufender virtueller Maschinen von einem Server auf den anderen, ohne Unterbrechung. 

Seit der Übernahme durch Broadcom im Jahr 2023 haben sich Lizenzmodell und Preisstruktur grundlegend verändert: Günstige Einstiegerangebote wurden abgeschafft, alle Pakete wurden auf Jahresabonnement umgestellt. Das hat vor allem viele kleine und mittlere Unternehmen abgeschreckt und dazu motiviert, Alternativen zu suchen.

StorMagic SvHCI

Server Virtualisierung StorMagic SvHCI Cluster mit zwei gespiegelten Knoten
StorMagic SvHCI Cluster mit zwei gespiegelten Knoten und einem Witness Server um Splitt Brain zu vermeiden.

StorMagic SvHCI ist eine Lösung, die speziell für verteilte Standorte entwickelt wurde – etwa Filialen, Produktionshallen oder entlegene Niederlassungen. Stormagic benötigt nur zwei Server, um einen ausfallsicheren Betrieb zu gewährleisten. Jeder Server enthält Virtualisierung und Speicher in einem einzigen Paket. Die Daten werden automatisch zwischen beiden Servern gespiegelt, sodass beim Ausfall eines Geräts der andere nahtlos weiterarbeitet. 

Die Einrichtung und Verwaltung ist deutlich einfacher als bei klassischen Virtualisierungslösungen – ein klarer Vorteil für Standorte ohne eigenes Rechenzentrumsteam. Starline bietet SvHCI auf fertig konfigurierten Servern an und unterstützt bei Einrichtung und Betrieb.

Microsoft Hyper-V

Server Virtualisierung Hyperconverged Storage Spaces Direct Cluster
Microsoft Hyper-V für ein hyperconverged Storage Spaces Direct Cluster.

Microsoft Hyper-V ist Bestandteil von Windows Server und damit für viele Anwender eine naheliegende Wahl – vor allem wenn bereits Microsoft-Produkte wie Active Directory oder SQL Server im Einsatz sind. Die Virtualisierungsschicht ist direkt ins Betriebssystem integriert, eine separate Lizenz ist nicht erforderlich. Storage Space Direct hingegen erfordert die Datacenter Lizenzen auf den Servern.  

Mehrere Server lassen sich dann zu einem Cluster zusammenschalten: Fällt ein Host aus, starten die virtuellen Maschinen automatisch auf einem anderen. Über das Windows Admin Center oder den Hyper-V-Manager verwalten Sie dann den Cluster. Für Anwender mit vorhandener Microsoft-Infrastruktur bildet Hyper-V mitunter den wirtschaftlichsten Einstieg in die Server-Virtualisierung. Immerhin können Sie mit vertrauten Werkzeugen hantieren bei vergleichsweise moderaten Lizenzkosten.

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BW
Bernd Widmaier
Vertrieb

Vertriebsleiter und Experte für vertikale Märkte sowie im Bereich Mac, Video-Storage und Media-Streaming.