Patrick schunkelt gern mal zu Schlager auf dem Wasen oder der Mallorca-Party. Quasi das Gegenprogramm zum Tech-Purismus im Geschäft: bodenständig, wetterfest, unerschütterlich. Wer während der Ausbildung jeden Tag – bei Wind, Regen und Schnee – mit der 125er „von der Alb ra“ zur Arbeit gefahren ist, hat sich seine Gelassenheit redlich verdient. Diese Alb-typische Härtung merkt man ihm bis heute an: Nichts bringt Patrick aus der Ruhe. Nichts.
Mittlerweile rollt er deutlich komfortabler und emissionsärmer vor: mit dem E-Auto in die Firma – Fortschritt, ohne die Bodenständigkeit zu verlieren. Und während er sich nach außen als der Ruhepol des Teams geriert, hat er nebenbei, leise und ohne großes Aufheben, einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik durchgezogen. Diese Mischung aus Understatement und Ehrgeiz zieht sich wie ein roter Faden durch seine gesamte Starline-Zeit.
Laut wird Patrick nur an einer Stelle: beim VfB. Das große Oberarm-Tattoo ist Statement genug, aber wer ihn schon mal in der Cannstatter Kurve erlebt hat, weiß: Da ist er in seinem Element. Sein Name wurde 2018 würdevoll auf dem VfB-Mannschaftsbus foliert – echter Fan-Status wie es sich gehört.
Nicht nur deshalb gönnt er sich auf dem Volksfest die ein oder andere Maß oder feiert auf der Mallorca-Party richtig ab – Patrick weiß, wie man Feierabende und Wochenenden gestaltet. Und nebenbei hat er noch bewiesen, dass Disziplin nicht nur beim Bachelormachen zählt: rund 20 Kilo arbeitete er sich durch cleveres Kalorienzählen runter statt mit einer Crash-Diät. Konsequenz scheint sein zweiter Vorname zu sein.