Konrad ist Diplom-Ingenieur. Das merkt man. Nicht nur daran, dass bei ihm jedes Kabel sauber verlegt ist und jede Dokumentation ihren Platz hat, sondern auch daran, dass er eine tiefe Überzeugung vertritt: Es gibt genau zwei Arten von Arbeit – ordentlich und falsch. Schlampigkeit ist für ihn ungefähr so akzeptabel wie ein RAID ohne Backup oder ein Array ohne Coldspare.
Auch seine administrativen Aufgaben führt er ebenso akkurat aus. Bei der Verwaltung der Telefonanlage beispielsweise kommt ein falsches Mitarbeiterkürzel gar nicht in Frage. Schließlich wäre ein Fehler in der Telefonliste für ihn, wie kratzende Fingernägel auf der Tafel für andere Leute.
Der Hut-tragende Technikexperte ist Familienmensch durch und durch – ein Stall voll Kinder, und mittlerweile stolzer Großvater. Wenn Konrad nicht gerade Netzwerke plant oder Enkel bespaßt, steht er in seinem Garten oder auf der Streuobstwiese. Er ist, mit Fug und Recht, Hobbyobstbauer. Während andere im Sommer im Supermarkt nach Kirschen suchen, bringt Konrad sie einfach mit – frisch vom eigenen Baum. Manchmal werden daraus auch Säfte, die dann als lecker Süßmost bei uns in der Mitarbeiterküche stehen.
Auch für andere Aktivitäten hat er nach Feierabend noch genug Reserven übrig. So hat er schon mal beim 24-Stunden-Schwimmen der DLRG 14 Kilometer geschwommen. 14 Kilometer! Eine Entfernung, die viele Zeitgenossen nicht einmal zu Fuß zu bewältigen in der Lage sind.
Und nur wenige wissen, dass seine musische Begabung auch nicht von Pappe ist: Am Lagerfeuer greift er gern mal zur Klampfe und singt dazu. In gewöhnliche Stereotypen lässt es sich eben nicht pressen. Ebenso verblüffend erwartet man nämlich hinter der akribischen Ingenieursfassade nicht, dass er ein begabter Tanzbeinschwinger ist: Beim Tango erwacht seine Leidenschaft – mit Haltung und Präzision.
Von dieser Haltung und Präzision konnten wir bei Starline jetzt schon 20 Jahre profitieren – in der IT eine kleine Ewigkeit. Technologien kommen und gehen. Betriebssysteme wechseln. Hardware wird verjüngt. Trends überholen sich.
Was bleibt, sind Menschen, auf die man sich verlassen kann. So Menschen wie du einer bist: Auf die nächsten Jahre, Konrad – auf, dass dein Hut nie fliegt, dein Kirschbaum im Sturm nie umfällt, und deine Nussecken immer reichen.